Willkommen im Zentrum für AltersChirurgie (ZAC)

Die Lebenserwartung hat sich im vergangenen Jahrhundert nahezu verdoppelt. Dies spiegelt sich auch im Patientengut in der Allgemein- und Visceralchirurgie wider.

Bei Patienten mit einem Alter > 65 Jahre tritt ein bösartiger Tumor etwa zehnmal häufiger auf als bei Patienten unter 65 Jahren. Patienten > 75 Jahre werden definitionsgemäß als alte Patienten beschrieben.

In der Allgemein- und Visceralchirurgie rechnet man bis zum Jahr 2030 mit einer Zunahme der alten Patienten von bis zu 31%. Die Folgen des Alterns liegen in einer zunehmenden Multimorbidität, d.h. mehrere Erkrankungen liegen gleichzeitig vor und die Patienten nehmen regelmäßig mehrere Tabletten ein.

Bei Patienten, welche älter als 75 Jahre sind, muss in 40% der Fälle mit einer Malnutrition (Mangelernährung), in sogar 61% mit einer Demenz, in 35% der Fälle mit Herz- und Gefäßerkrankungen und in 20% mit pulmonalen Verschlechterungen gerechnet werden. Hinzu kommen renale und gastrointestinale Probleme neben einem geschwächten Immunsystem.

Die chirurgische Behandlung alter Patienten stellt somit eine Besonderheit dar und erfordert immer eine gleichzeitige Berücksichtigung verschiedener Faktoren. Unbestritten ist, dass das numerische Alter nicht als limitierender Faktor der allgemeinen Operabilität angesehen werden kann. Da das chronologische und biologische Alter oft nicht identisch ist, gilt es Risikopatienten bei den alten Patienten zu identifizieren, um beispielsweise bei elektiven Operationen eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen.

Das Ziel ist es hierbei die Lebensqualität zu erhalten oder sogar zu verbessern, möglichst schnell den alten Patienten nach einer Operation in seine häusliche Umgebung zu verbringen und die Abhängigkeit von Pflegepersonal zu vermeiden. Hierbei steht der Erhalt der Eigenständigkeit unter Berücksichtigung vieler Erkrankungen und der Psyche im Fokus. Auch die soziale Gesundheit und der wirtschaftliche Status spielen hierbei eine Rolle.

Aus den oben genannten Gründen schließen sich die allgemein- und viszeralchirurgische Klinik und die geriatrisch-neurologische Klinik am Elisabeth Krankenhaus zur Verbesserung der Behandlung alter Patienten zu einem Zentrum für AltersChirurgie (ZAC) zusammen. 

Kooperationspartner der Alterschirurgie sind als Vertreter der Radiologie Herr Dr. Schmittka, als Vertreter der Anästhesie und Intensivmedizin Herr Dr. Müller-Klönne, als Vertreter der Physiotherapie und Ergotherapie Herr Pontikas, als Vertreter der Pflege Herr Buse mit den entsprechenden Stationsleitungen der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Geriatrie- Neurologie, als Vertreter des Sozialen Dienstes Frau Lintel-Höping.

Bei ethischen oder religiösen Fragestellungen stehen die am Hause etablierten Seelsorger auf Anfrage zur Verfügung. Zudem ist eine Klinik für Palliativmedizin mit Chefarzt Klaus Reckinger am Hause etabliert.

Im Rahmen regelmäßiger Treffen, vorzugsweise Qualitätszirkeln, werden Richtlinien und ggf. deren Änderungen in Absprache mit den Beteiligten beschlossen oder modifiziert. Die Strukturen der Alterschirurgie werden in regelmäßigen Abständen, zumeist jährlich, im Rahmen der DIN ISO-Zertifizierung überprüft. 

Seit Juni diesen Jahres ist das Zentrum für Alterschirurgie (ZAC) durch Cert zertifiziert worden.

Weitere Einzelheiten entnehmen sie bitte dem Flyer für Alterschirurgie.

Ihre Ansprechpartner

Chirurgie

Dr. B. Klier, Dr. F.P. Müller - Sekretariat Frau Jordan – 02361 / 601 252

Geriatrie

Dr. T. Günnewig – Sekretariat Frau Benning - 02361 / 601 286