Angiographieanlage

Bei der Angiographie handelt es sich um eine Darstellung des arteriellen Gefäßsystems in allen Körperregionen mit jodhaltigem Kontrastmittel als digitale Subtraktionsangiographie (DSA).

Nach Punktion der Arterie in örtlicher Betäubung – in der Regel die Beinarterie in der Leiste – wird Kontrastmittel gespritzt, das sich mit dem Blut durchmischt. Die überlagernden Skelett- und Weichteilstrukturen werden computerisiert vom Gesamtbild subtrahiert, so dass nur Blutgefäße zur Darstellung kommen.

In unserer Abteilung werden jährlich ca. 400 Angiographien durchgeführt. Sehr häufig handelt es sich dabei um die Abklärung einer Schaufensterkrankheit (AVK – arterielle Verschlusskrankheit).

Die Gefäßdarstellung deckt die Ursache der AVK auf; z.B. eine Gefäßeinengung oder ein Gefäßverschluss.

Nach Voranmeldung und ausführlichem Aufklärungsgespräch am Vortag kann die Angiographie ambulant durchgeführt werden; nach 4 Stunden Ruhezeit werden Sie entlassen.

Wichtig sind Voruntersuchungen wie die Doppler- und Duplex-Sonographie, eine vorherige Blutentnahme mit Bestimmung der Gerinnungs-, Nieren- und Schilddrüsenwerte. Da das verwendete Kontrastmittel viel Jod enthält, darf keine Schilddrüsenüberfunktion bestehen. Auch bei bekannter Allergie und eingeschränkter Nierenfunktion ist Vorsicht geboten.
Diese Voruntersuchungen werden in der Regel in unserer Gefäßchirurgischen Abteilung durchgeführt, mit der wie intensiv zusammenarbeiten mit täglichen gefäßchirurgischen-radiologischen Konsilen.

Bestimmte Diabetes-Medikamente (Metformin) und Marcumar, nicht aber ASS (Aspirin) müssen abgesetzt werden.