Neuigkeiten aus dem Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen

Donnerstag, 21.05.2026

Auswirkungen des Beitragsstabilisierungsgesetzes auf die medizinische Versorgung in Recklinghausen – Gespräch der konfessionellen Krankenhäuser mit MdB Frank Schwabe

Mit einem offenen Ohr für die aktuellen Herausforderungen der Krankenhäuser hat der Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe jetzt Vertreterinnen und Vertreter des Elisabeth Krankenhauses Recklinghausen sowie des Stiftungsklinikums PROSELIS zum gemeinsamen Austausch getroffen. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen des geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes und die damit einhergehenden Herausforderungen der Einrichtungen auch in dieser Region.

Ulrike Much, Geschäftsführerin des Elisabeth Krankenhauses Recklinghausen, André Sonnentag, Geschäftsführer des Stiftungsklinikums PROSELIS, Martin Müther, Leiter Controlling des Elisabeth Krankenhauses, sowie Andreas Schellig, Pflegedirektor des Elisabeth Krankenhauses schilderten die aktuelle Lage und die Auswirkungen des neuen Gesetzes auf die Krankenhauslandschaft im Ruhrgebiet und speziell die Lage der freigemeinnützigen Häuser in Recklinghausen und der Region.

Das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz sieht massive Einschnitte in den Krankenhäusern vor, z. B. Einsparungen im Pflegebudget, eine nur 50% Gegenfinanzierung von Tarifsteigerungen sowie eine Zunahme von Bürokratismus bei einer Zunahme von Überprüfungen durch den medizinischen Dienst. Insbesondere freigemeinnützige Träger werden vor große wirtschaftliche Herausforderungen gestellt.Was technisch klingt hat deutliche Folgen für die Menschen vor Ort: Hier stehen regionale und lokale Versorgungsstrukturen auf dem Spiel. Gerade konfessionelle Häuser helfen, auch wenn hierfür keine Vergütung erfolgt. Dieser „Dienst am Menschen“ ist deutlich in Gefahr.

Die Krankenhausvertreter machten deutlich, dass die Einrichtungen sich aktuell bereits mitten in tiefgreifenden Veränderungen befinden. In Nordrhein-Westfalen wird seit Anfang 2025 die neue Krankenhausreform umgesetzt – ein Prozess, in den die Häuser bereits viel Arbeit, Strukturveränderungen und Investitionen eingebracht haben. Nun komme zusätzlicher wirtschaftlicher Druck hinzu.

Thematisiert wurden zudem die steigenden Personal- und Sachkosten, die Auswirkungen der Ambulantisierung sowie die Sorge, dass die Versorgungssicherheit unter den aktuellen Rahmenbedingungen zunehmend unter Druck geraten könnte. Einigkeit bestand darin, dass Krankenhäuser als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge verlässliche politische und finanzielle Rahmenbedingungen benötigen, um die Versorgung der Menschen langfristig sicherstellen zu können. Die Teilnehmer zeigten sich dankbar für das offene Ohr des Bundestagsabgeordneten. „Herr Schwabe hat sich viel Zeit genommen und unsere Sorgen und Herausforderungen ernsthaft angehört“, so das Fazit nach dem Gespräch. Frank Schwabe kündigte an, die angesprochenen Punkte mit nach Berlin zu nehmen.