Mehr als 10.000 Menschen in Deutschland warten auf eine lebensrettende Organspende. Auf einfühlsame Weise zeigt der Dortmunder Fotograf Benedikt Ziegler mit seinen Bildern organtransplantierte Patienten und ihre Familien, Ärzte und Transplantationsbeauftragte aber auch Familien von Spendern und Menschen, die auf eine lebensrettende Organspende warten.
Mit den Fotos möchte das Netzwerk Organspende NRW den Betrachtern die Möglichkeit zum Nachdenken geben und die Menschen bitten, sich mit dem Thema Organspende zu beschäftigen und eine Entscheidung zu treffen. Sie ist ein starkes Zeichen der Solidarität und des gesellschaftlichen Zusammenhaltes.
Deshalb möchte auch Dr. med. Thomas Wiechers, Transplantationsbeauftragter am Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, sich mit dem Thema Organspende auseinander zu setzen, um eine persönliche Entscheidung zu treffen und diese zu dokumentieren.
„Viele haben eine klare Meinung zur Organspende, halten ihre Entscheidung aber nicht schriftlich fest, sodass oft Angehörige für den Patienten entscheiden müssen und mitunter damit überfordert sind, wenn sie den Willen gar nicht kennen“, erklärt Dr. Wiechers. „Und dann kann im Zweifel die Entscheidung des Angehörigen nicht dem Willen des Patienten entsprechen.“ Deshalb appelliert Dr. Wiechers: „Bitte setzen Sie sich mit dem Thema auseinander und halten Ihre Entscheidung auf Ihrem Organspenderausweis fest – egal, wie diese ausfällt.“ Dabei ist es zum Beispiel auch möglich, nur bestimmte Organe oder Gewebe zur Spende freizugeben und einzelne Organe auszuschließen.
Mittlerweile ist es möglich, seinen Willen zur Organspende auch im bundesweiten Organspende-Register anzugeben. Jedes Krankenhaus kann auf die dort hinterlegten Informationen zugreifen.
Die Organspende in Deutschland befindet sich im europäischen Vergleich auf einem sehr niedrigen Niveau. Mit jeder Transplantation kann sehr viel Leid verhindert werden. Deshalb unterstützen wir als katholisches Krankenhaus alle Aktivitäten, um die Transplantationshäufigkeit zu steigern. Dessen ungeachtet haben wir Respekt vor der persönlichen Entscheidung jedes Einzelnen, auch gegen eine Organspende!
Flyer und Organspende-Ausweise im praktischen Kreditkartenformat aus Hartplastik liegen ebenfalls an der Pforte aus.
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