Für Patientinnen und Patienten bedeutet die Auszeichnung vor allem eines: eine Behandlung nach modernen medizinischen Standards, hohe operative Erfahrung und eine qualitativ gesicherte Versorgung bei Hernienerkrankungen.
„Das Qualitätssiegel zeigt, dass unsere Behandlungsabläufe, unsere operative Expertise und unsere Ergebnisse hohen fachlichen Anforderungen entsprechen“, erklärt PD Dr. med. Helfried Waleczek. „Gerade in der Hernienchirurgie spielen Erfahrung, die Wahl des richtigen Operationsverfahrens und eine individuelle Behandlung eine entscheidende Rolle.“
Hernien – umgangssprachlich auch „Brüche“ genannt – gehören zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen. Dabei entsteht eine Schwachstelle in der Bauchwand, durch die Gewebe oder Organe austreten können. Unbehandelt können Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder ernsthafte Komplikationen entstehen.
Die Auszeichnung durch die Deutsche Herniengesellschaft würdigt unter anderem die hohe Behandlungsqualität, standardisierte Abläufe, regelmäßige Fortbildungen sowie die kontinuierliche Dokumentation und Kontrolle der Behandlungsergebnisse.
Ein Beispiel für die moderne Weiterentwicklung der Hernienchirurgie im Elisabeth Krankenhaus ist ein neues minimal-invasives Operationsverfahren zur Versorgung von Bauchwandhernien, das PD Dr. Waleczek vor einigen Monaten eingeführt hat.
Während früher häufig größere offene Eingriffe notwendig waren, erfolgt die Versorgung nun über einen deutlich kleineren Zugang. Dabei wird ein spezielles Netz minimal-invasiv in die Bauchdecke eingebracht und unterhalb der Muskulatur positioniert. Eine vollständige Eröffnung des Bauchraumes ist dadurch nicht mehr erforderlich.
„Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das vor allem eine deutlich schonendere Operation“, so Dr. Waleczek. „Die Schmerzen nach dem Eingriff sind meist geringer, die Mobilisation erfolgt schneller und auch die Erholungszeit verkürzt sich deutlich.“
Besonders ältere Menschen profitieren von dem Verfahren, da sie häufig von Bauchwandhernien betroffen sind und größere Operationen für sie oftmals belastender sind.
Kennengelernt hat Dr. Waleczek die Methode bei einem chirurgischen Kollegen in Norwegen. Dort konnte er das Verfahren intensiv kennenlernen und praktisch erproben. Seit der Einführung am Elisabeth Krankenhaus hat sich die Technik im klinischen Alltag erfolgreich etabliert.
Auch Oberarzt Lasha Gogsadze betont die Bedeutung moderner Verfahren in der Hernienchirurgie: „Unser Ziel ist es immer, für jede Patientin und jeden Patienten die individuell beste und sicherste Versorgung zu finden. Moderne minimal-invasive Techniken sind dabei ein wichtiger Baustein.“
Mit dem Qualitätssiegel der Deutschen Herniengesellschaft und de Einführung neuer schonender Operationsverfahren baut das Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen seine Spezialisierung im Bereich der Hernienchirurgie weiter aus.
Da Herr Gogsadze verhindert war, haben wir Kollegin Eteri Wilhelm mit auf das Bild genommen.



