Elektrophysiologie und Rhythmologie

Schwerpunkttätigkeit der Elektrophysiologie und Rhythmologie  stellt die Diagnostik und Behandlung  aller Formen von Herzrhythmusstörungen dar. Diese  können ganz unterschiedliche Ursachen haben, wie beispielsweise Erkrankungen des Herzens, sowie angeborene oder erworbene Erkrankungen des herzeigenen Reizleitungssystems. Auch können Herzrhythmusstörungen als Folge einer Schildrüsenfunktionsstörung oder einer Bluthochdruckerkrankung auftreten.

Die genaue Art und Ursache der Herzrhythmusstörung kann im Einzelfall über eine sogenannte elektrophysiologische Untersuchung (EPU) des Herzens erfolgen. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form der Herzkatheter-Untersuchung unter Einsatz von dünnen Elektrodenkathetern, die Informationen über die elektrischen Signale direkt aus dem Inneren des Herzens liefern, mit deren Hilfe eine genaue Analyse der Herzrhythmusstörungen erfolgen kann.

In vielen Fällen können die Herzrhythmusstörungen durch eine anschließende kathetergestützte Verödungsbehandlung (Ablation) ohne den weiteren Einsatz von Medikamenten geheilt werden. In anderen Fällen erfolgt eine gezielte, auf die jeweilige Herzrhythmusstörung abgestimmte medikamentöse Therapie. Auch kann durch eine elektrophysiologische Untersuchung in Einzelfällen die Notwendigkeit einer Herzschrittmacher oder Defibrillatoimplantation gezeigt werden.

Oberärztin Dr. Susanne Bornstein

Verantwortliche Oberärztin und Ansprechpartnerin für elektrophysiologische Untersuchungen und Klärung von Herzrhythmusstörungen