Donnerstag, 05.02.2026

Wie stabil sind meine Knochen? Telefonaktion zur Osteoporose

Ein falscher Tritt, ein harmloser Sturz oder sogar eine ganz alltägliche Bewegung – und plötzlich ist ein Knochen gebrochen. Was viele überrascht: Oft steckt dahinter keine Unachtsamkeit, sondern eine bislang unerkannte Osteoporose. Die Erkrankung entwickelt sich über Jahre hinweg unbemerkt und wird häufig erst dann erkannt, wenn es bereits zu einem Bruch gekommen ist. Über Hintergründe, Risiken und moderne Behandlungsmöglichkeiten informieren die Unfallchirurgen des Elisabeth Krankenhauses Recklinghausen bei der nächsten Telefonaktion am Donnerstag, den 12. Februar, von 11 bis 13 Uhr.

Osteoporose ist eine der häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Schätzungen zufolge sind rund fünf bis sechs Millionen Menschen betroffen – Frauen deutlich häufiger als Männer. Besonders nach den Wechseljahren steigt das Risiko, da der schützende Einfluss bestimmter Hormone auf den Knochenstoffwechsel abnimmt. Doch auch Männer können erkranken, vor allem im höheren Lebensalter oder bei bestimmten Vorerkrankungen. Zusätzlich erhöhen Faktoren wie Bewegungsmangel, Vitamin-D-Mangel, Rauchen, Untergewicht oder die langfristige Einnahme bestimmter Medikamente das Risiko.

Bei Osteoporose nimmt die Knochenmasse und -stabilität ab. Der Knochen wird porös und verliert an Festigkeit – oft ohne spürbare Warnzeichen. Genau das macht die Erkrankung so tückisch. Viele Betroffene fühlen sich lange gesund, obwohl die Knochen bereits deutlich geschwächt sind. Erste Hinweise können unspezifisch sein: Rückenschmerzen, eine abnehmende Körpergröße oder eine veränderte Körperhaltung. Häufig wird die Diagnose erst gestellt, wenn es zu typischen Brüchen kommt, etwa an Wirbelsäule, Hüfte oder Handgelenk.

Ein Knochenbruch im höheren Alter hat jedoch oft weitreichende Folgen. Er kann die Mobilität stark einschränken, die Selbstständigkeit gefährden und den Alltag grundlegend verändern. Deshalb kommt der frühen Erkennung und einer individuell abgestimmten Behandlung eine besondere Bedeutung zu. Moderne Medizin bietet heute zahlreiche Möglichkeiten, um Knochen zu stärken, das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen und das Risiko weiterer Brüche zu senken. Dabei ist immer die persönliche Situation entscheidend: Alter, Lebensstil, Begleiterkrankungen und bereits erlittene Frakturen spielen eine wichtige Rolle.

Auch die Unfallchirurgie ist bei Osteoporose ein zentraler Ansprechpartner. Denn wenn es zu Brüchen kommt, braucht es eine besonders angepasste Behandlung, die der verminderten Knochenqualität Rechnung trägt. Gleichzeitig geht es darum, nach einem Bruch gezielt vorzubeugen, um weitere Verletzungen zu vermeiden und die Lebensqualität langfristig zu erhalten.

Wer sich unsicher ist, ob er oder sie selbst betroffen sein könnte, oder wer bereits eine Diagnose erhalten hat und Fragen zum weiteren Vorgehen hat, kann diese bei der Telefonaktion stellen. Am 12. Februar von 11 bis 13 Uhr nehmen sich die Unfallchirurgen des Elisabeth Krankenhauses Recklinghausen Zeit für persönliche Anliegen, erklären Zusammenhänge und geben Orientierung. Der Anruf ist eine Möglichkeit, sich frühzeitig zu informieren – bevor ein Sturz oder ein Bruch das Leben plötzlich verändert.

 

Am Telefon:

Dr. med. Ulrich Schneider, Chefarzt der Unfallchirurgie

Dr. med. Makan Mir Abrischami, Leitender Oberarzt der Unfallchirurgie

Aleksej Bashirov, Oberarzt der Unfallchirurgie

 

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